Harald Martenstein

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Harald Martenstein, geboren am 9. September 1953 in Mainz, zählt zu den bekanntesten und profiliertesten Kolumnisten und Schriftstellern Deutschlands. Nach dem Studium der Geschichte und Romanistik in Freiburg arbeitete er unter anderem für die Stuttgarter Zeitung und war über 30 Jahre als Redakteur und Autor beim Berliner Tagesspiegel tätig.

Besondere Bekanntheit erlangte Martenstein durch seine ebenso humorvollen wie streitbaren Kolumnen im ZEITmagazin, die über mehr als zwei Jahrzehnte Kultstatus erreichten. Im Januar 2026 verabschiedete er sich nach 24 Jahren von seiner Kolumne. Seit Februar 2026 schreibt er unter dem Titel „Mail von Martenstein“ eine werktägliche Kolumne für die BILD-Zeitung. Darüber hinaus veröffentlicht er regelmäßig Beiträge in der WELT am Sonntag. Seine Texte zeichnen sich durch Ironie, scharfe Beobachtungsgabe und pointierte Kommentare zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aus.

Für seine journalistische Arbeit wurde Martenstein vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis (2004), dem Henri-Nannen-Preis und dem Theodor-Wolff-Preis. Sein Roman „Heimweg“ erhielt 2007 den Literaturpreis Corine. 2010 wurde ihm der Curt-Goetz-Ring verliehen.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlichte Martenstein zahlreiche Romane, Essays und Kolumnensammlungen. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Ansichten eines Hausschweins“ (2011), „Wachsen Ananas auf Bäumen?“ (2012), „Die neuen Leiden des alten M.“ (2014), „Nettsein ist auch keine Lösung“ (2016), „Jeder lügt so gut er kann“ (2018) sowie „Wut“ (2021). Zu seinen jüngeren Veröffentlichungen gehört „Es wird Nacht, Señorita. Gedanken über die Beglückungen der Gegenwart“ (2024).

Harald Martenstein lebt in Berlin und in der Uckermark.

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