Carolin Emcke

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Carolin Emcke, geboren 1967 in Mülheim an der Ruhr, ist eine deutsche Journalistin, Philosophin und Publizistin. Sie studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und an der Harvard University. 1998 promovierte sie in Philosophie über den Begriff kollektiver Identitäten. Von 1998 bis 2006 arbeitete sie als Redakteurin und Auslandsreporterin für den Spiegel, anschließend als internationale Reporterin für DIE ZEIT. Ihre journalistische Arbeit führte sie in zahlreiche Kriegs- und Krisengebiete, darunter Afghanistan, Irak, Kosovo und Kolumbien. Seit 2014 ist Emcke als freie Publizistin tätig. In ihren Büchern und Essays beschäftigt sie sich insbesondere mit Gewalt, Menschenrechten, Demokratie, Rassismus und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen zählen „Wie wir begehren“ (2012), „Gegen den Hass“ (2016) und „Was wahr ist. Über Gewalt und Klima“ (2024). In ihrem neuesten Buch „Was zählt ein Mensch?“ (2026) setzt sich Emcke mit den Grenzen menschlicher Empathie, universellen Menschenrechten und der Verantwortung historischer Erinnerung auseinander. Ausgehend von ihren langjährigen Reisen nach Israel und Palästina und persönlichen Begegnungen mit Menschen auf beiden Seiten des Konflikts untersucht sie die Frage, welchen Wert menschliches Leben in einer von Gewalt und Polarisierung geprägten Welt besitzt. Seit 2004 kuratiert und moderiert sie die politische Diskussionsreihe „Streitraum“ an der Berliner Schaubühne. Zudem führt sie Gespräche im Podcast „In aller Ruhe“ der Süddeutschen Zeitung. Für ihre journalistische und publizistische Arbeit wurde Carolin Emcke vielfach ausgezeichnet, darunter 2016 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2020 mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Sie lebt in Berlin.

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